DX-Tipps

  • DX Tipps Anfang September

    Die herbstlichen Bedingungen lassen nun wieder in der frühen Morgenstunden QSO’s mit australischen und neuseeländischen Stationen zu. Beginn liegt bei ca. 05 Uhr UTC. Man kann auf dem 40-m-Band beginnen. Je nach Antenne sind da so einige Standardstationen qrv z.B. ZL3AAD – das ist Julia aus Motueka. Sie ist fast immer gut zu arbeiten und bestätigt direkt. Weitere häufig zu sehende Stationen sind ZL2BM, ZL2UB, ZL3WO, ZL1BQD, ZL3ALF, ZL3GK, ZL1VAH, ZL1MTO, ZL2FT, ZL1TA und ZL25NZ. Der ist meist sehr umlagert, hat aber auch die nötige Signalstärke. Auch bei VK gibt es immer neue Stationen – manche verschicken auch keine QSL wie VK3CEO – viele andere antworten aber via E-QSL. Die VK-Stationen findet man eher auf 30 m und 20 m. In diesem Jahr habe ich aus Australien bereits 55 neue Stationen bestätigt. Zuletzt auch immer mal zu sehen : YJ9RN aus Vanuatu und A31FN aus Tonga – die sind aber bei meinen Antennenverhältnissen eher an der Grasnarbe.

    Bei FT8 erscheinen die Stationen meist links in der Arbeitstabelle und bei sich verbessernden Bedingungen erscheinen sie zunehmend rechts und können gearbeitet werden. Ich muss immer wieder betonen, dass der Platz in einem Band stark eingeschränkt ist und deshalb dringend Split gearbeitet werden sollte. Einige Stationen aus Neuseeland arbeiten auch regelmäßig auf 60 m – ZL4OL, ZL4TT oder ZL2CC – da gelang mir bisher noch kein QSO. Dafür konnte ich zuletzt die Station VK4TUX am Nachmittag auf 80 m arbeiten. Also, wer früh etwas Zeit hat, Einschalten lohnt sich fast jeden Tag.

    Noch ein Wort zu den japanischen Stationen- es gibt geschätzt ca. 300000 aktive Amateurfunker in dem Land. Ich habe fast jeden Tag auf 20,30 und 40m immer wieder neue Stationen entdeckt. Wenn man die QSL-Karten von dort erhält, steht da meist Hexbeam, 7-Elemente Yagi auf Höhen von 35 m. Dadurch hören sie uns auch mit unseren schwachen Drahtantennen. Im Monat August habe ich 28 neue Japaner bestätigt -im September sind es bisher 8. Die Rücklaufquote ist sehr hoch.

    Bis demnächst.

    73 de Frank

  • DX Tipps Anfang August

    Ich weiß nicht recht, ob man den Ausbreitungsvorhersagen uneingeschränkt folgen kann.

    Es gibt Tage, an denen ich nicht über den „europäischen Rand “ hinauskomme und wieder andere mit sehr guten Bedingungen. Vorgestern gelang mir nach langer Anstellzeit ein QSO mit der kolumbianischen Dx-Expedition auf der Malpelo Insel – HK0/HK3X auf 40 m.

    Es ist eine unbewohnte Vulkaninsel 480 km vor der kolumbianischen Pazifikküste gelegen. Es gibt dort eine

    einmalige maritime Flora und Fauna mit vielen Alligatoren. Man merkt schon, dass die OM’s mit portablen Antennen arbeiten, die Signalstärken sind eher bei -15 dB. Dazu kommt, dass einige Funkamateure nicht einmal die Frequenz einer Dx-Expedition respektieren, wenn sie auf deren Sendefrequenz mit hoher Leistung stören. Und die Sendefrequenz kann man weltweit anhand der Rufer nicht übersehen. In einer ruhigen Phase habe ich es geschafft. Es ist ein eigenes DXCC-Land und bestätigt wird über OQRS-System und E-QSL.

    Nachtrag: QSL-Karte

    Gestern abend waren die Falkland Insel -Stationen, die in den letzten Wochen regelmäßig auf den Bändern auftauchten mit guter Signalstärke zu arbeiten. Die VP8LP-Station von

    Bob McLeod aus Stanley dürfte fast jeder gearbeitet haben. Neu ist z.B. VP8ADR – das ist Bob Short – er ist Supervisor auf einer Schafzuchtfarm – der Walker Creek Farm mitten auf der Insel. Er war mit -5 dB auf 30 m in FT8 zu arbeiten und war auch schnell im Logbuch. 

    Die zweite Station ist VP8MZS – Matthew Strickland.

    Er arbeitet auf der Royal Airforce Basis Mount Pleasant Complex – gestern abend auf 10138,1 kHz mit -12 dB gearbeitet. QSL via Homecall M0ZMS bzw. via E-QSL.

    Die war auch nach 3 Minuten da. Die 3. Station ist VP8NO aus Stanley – die konnte ich leider nicht arbeiten. Einmal war die Signalstärke nur bei -20 dB und hier wurde wieder seine Sendefrequenz zugemüllt.

    Und der ist dann sofort weg – er schaltet ab, sobald die Nichtsplit-Teilnehmer auf seiner Frequenz rufen.

    Manche begreifen das eben nie. Ich habe heute (15.08.)

    um 09:11 UTC auf 18100,65 kHz die Station 3D2USU

    aus Nadi – Fidji gearbeitet – mit -16 dB. Es war das erste mal, dass das Call in der Arbeitstabelle von WSJT-X 

    in der rechten Spalte erschien- nach einigen Versuchen nam mich Dominik dran. Er ist auch in anderen Betriebsarten unterwegs. QSL via LotW und Clublog – also schwieriger Fall.

    Bis demnächst.

    73 de Frank

  • Mitte Oktober

    Das letzte Telegramm liegt schon etwas zurück, aber die aktuellen Highlights wie JD1BLY ( nur vom 3.-6.10.)

    konnte ich leider nicht arbeiten, trotz guten Signalen auf 17 m. Am 21.08. habe ich Bob Walker aus Rarotonga South Cook Islands gearbeitet: FT8 macht es möglich um 05:38 UTC auf 20 m. Und trotz Corona bekam ich Post, die über Neuseeland läuft. Es gibt doch einige Funkamateure da unten.

    Die Cook Inseln liegen nördlich von Neuseeland im Pazifischen Ozean und dort leben 13200 Menschen. 

    Am 4.August 1965 erhielten sie einen Unabhängigkeitsstatus – Westminster style of government. In 2015 gab es ein großes Unabhängigkeitsfest 50 Jahre Cook Islands

    Die Funkamateure der Inseln kommunizieren weltweit, geben Informationen über das Leben dort, die Kultur und das Wetter weiter. Auch wenn sie nur schwer zu arbeiten sind, ist es immer eine Herausforderung für 

    Funkamateure in Europa. Danke, lieber Bob für die ausführlichen Informationen.

    Bis zum nächsten Telegramm 73