DX-Tipps

  • DX-Tipps Ende September

    Dass wir das Funkerwochenende leider absagen mussten, ist schade. Die Temperaturen sind zwar etwas höher als vorausgesagt, aber der Wind ist ziemlich stark, was für den Antennenaufbau schwierig wäre.

    Die Bedingungen sind sehr unterschiedlich. Aber ab und zu blitzt ein Highlight auf. Zunächst einmal die Station aus Nordzypern 1B/TA1HZ aus Iskele Mersin. Ziemlich starke Signale hier, Dr. Tevfik Aydin holte sich die Genehmigung für die Dx-Expedition. QSL via E-QSL .

    Eine weiter sehr interessante Station ist 3D2RC von den Fidji Inseln. Das sind 3Z9DX und JE1CKA, die sich auf dem Conway Reef befanden und nun weiterreisen. Ich habe ihn heute vormittag auf 10142,5 kHz bzw. 10140,6 kHz mit stellenweise -8 dB in FT4 gehört und gearbeitet. Er hätte bei besserer Disziplin die doppelte Anzahl der rufenden Stationen arbeiten können, aber das kennen wir doch bei jedem Pile-Up. Außerdem schreiben sie, dass sie von einer Jammingstation ständig gestört werden, und dadurch oft das rr73 zum Abschluss des QSO’s fehlt. QSL soll es via Clublog und OQRS-System geben. Von den Chatham Islands meldet sich Steward Holdoway mit dem Callsign ZL7STU – diese liegen westlich von Neuseeland und in der Nähe der Datumsgrenze und haben deshalb den Beinamen „First see the sun“. Die Station war hier heute früh mit sehr schwachen Signalen auf 20 m zu empfangen.

    Gabor Kutashi weilt derzeit auf der Insel Unguja in Sansibar und ist unter 5H1IP auf vielen Bändern in Digimodes zu empfangen. wenn man mal auf die QRZ-Seite geht, sendet er mit einer Vertikalantenne aus einem „Hexenhaus“. Ich konnte ihn bisher noch nicht arbeiten, abends ist er oft auf 40 m anzutreffen.

    Dort war heute früh mit +7dB HI3K vom Clubgelände Loma de Toro (riesiger Antennenkomplex) zu arbeiten. QSL leider nur über einen spanischen Manager, den ich nicht anschreibe. Da werden nämlich mit erhöhten Preisen Geschäfte gemacht.

    Also – es gibt immer eine Überraschung auf den Bändern – hört mal rein.

  • DX Tipps Ende November

    Für alle experimentierfreudigen YL’s und OM’s habe ich eine kurze Beschreibung des Clone-Programms WSJTZ aufgeschrieben. Steht in der Rubrik Technik.

    Am heutigen Vormittag ergab sich nach einer Meldung von Wolfgang DL5JMN über ein erfolgreiches QSO mit der Station 7Q7CT aus Malawi eine interessante Diskussion in unserer WhatsApp-Gruppe.

    7Q7CT – das ist Vasco Alves, ein Portugiese, der schon seit 1992 in Lilongwe, Malawi lebt und auf seiner Facebook-Seite sind einige Yagis und auch Verticals zu sehen, QSL gibt es über den Japaner Zorro JH1AJT (sicher sind da 2 US-$ fällig).

    Wolfgang hatte die Station auf 10 m stellenweise mit +09 dB, ich ging auf das Band und stelle fest, dass es im besten Fall zu -04 dB reichte.

    Der Dipol war der Vertikalantenne von Wolfgang also stark unterlegen. Ich konnte die Station letztenendes auch nicht arbeiten. Genau so erging es Lukas und Manfred, die den Tipp auch gelesen hatten. Aber das macht Spaß, wenn wir uns gegenseitig so schnell informieren. Ich habe es schon ein paar mal versucht, die Station zu arbeiten. Er ist auch oft auf 15 und 12 m – aber heute war diese Bandöffnung auf 10 m schon sensationell. Wenn ich in mein Logbuch schaue, sieht es an DX-Stationen gemessen ziemlich trüb aus. Heute früh 3F200BC aus Panama – das ist Victor HP1AVS aus Panama City – der die Sonderstation „200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien“ betreibt. QSL via E-QSL. Gut geht ab und zu auch das 160-m-Band, wo ich zuletzt mit meinem viel zu kurzem Draht zwei US-Stationen arbeiten konnte. Leider musste ich feststellen, dass meine Signale in den letzten Tagen in Japan nicht gehört wurden. Da hätte ich mir noch einen Jahresendspurt gewünscht. Bisher 232 bestätigte Japaner. Aber es gibt auch in Europa interessante Stationen. Also das Hobby bietet Abwechslung zum tristen CO-19-Alltag.

    Bleibt gesund und bis demnächst wieder.

    73 de Frank

  • DX Tipps Anfang August

    Ich weiß nicht recht, ob man den Ausbreitungsvorhersagen uneingeschränkt folgen kann.

    Es gibt Tage, an denen ich nicht über den „europäischen Rand “ hinauskomme und wieder andere mit sehr guten Bedingungen. Vorgestern gelang mir nach langer Anstellzeit ein QSO mit der kolumbianischen Dx-Expedition auf der Malpelo Insel – HK0/HK3X auf 40 m.

    Es ist eine unbewohnte Vulkaninsel 480 km vor der kolumbianischen Pazifikküste gelegen. Es gibt dort eine

    einmalige maritime Flora und Fauna mit vielen Alligatoren. Man merkt schon, dass die OM’s mit portablen Antennen arbeiten, die Signalstärken sind eher bei -15 dB. Dazu kommt, dass einige Funkamateure nicht einmal die Frequenz einer Dx-Expedition respektieren, wenn sie auf deren Sendefrequenz mit hoher Leistung stören. Und die Sendefrequenz kann man weltweit anhand der Rufer nicht übersehen. In einer ruhigen Phase habe ich es geschafft. Es ist ein eigenes DXCC-Land und bestätigt wird über OQRS-System und E-QSL.

    Nachtrag: QSL-Karte

    Gestern abend waren die Falkland Insel -Stationen, die in den letzten Wochen regelmäßig auf den Bändern auftauchten mit guter Signalstärke zu arbeiten. Die VP8LP-Station von

    Bob McLeod aus Stanley dürfte fast jeder gearbeitet haben. Neu ist z.B. VP8ADR – das ist Bob Short – er ist Supervisor auf einer Schafzuchtfarm – der Walker Creek Farm mitten auf der Insel. Er war mit -5 dB auf 30 m in FT8 zu arbeiten und war auch schnell im Logbuch. 

    Die zweite Station ist VP8MZS – Matthew Strickland.

    Er arbeitet auf der Royal Airforce Basis Mount Pleasant Complex – gestern abend auf 10138,1 kHz mit -12 dB gearbeitet. QSL via Homecall M0ZMS bzw. via E-QSL.

    Die war auch nach 3 Minuten da. Die 3. Station ist VP8NO aus Stanley – die konnte ich leider nicht arbeiten. Einmal war die Signalstärke nur bei -20 dB und hier wurde wieder seine Sendefrequenz zugemüllt.

    Und der ist dann sofort weg – er schaltet ab, sobald die Nichtsplit-Teilnehmer auf seiner Frequenz rufen.

    Manche begreifen das eben nie. Ich habe heute (15.08.)

    um 09:11 UTC auf 18100,65 kHz die Station 3D2USU

    aus Nadi – Fidji gearbeitet – mit -16 dB. Es war das erste mal, dass das Call in der Arbeitstabelle von WSJT-X 

    in der rechten Spalte erschien- nach einigen Versuchen nam mich Dominik dran. Er ist auch in anderen Betriebsarten unterwegs. QSL via LotW und Clublog – also schwieriger Fall.

    Bis demnächst.

    73 de Frank

  • Mitte Oktober

    Das letzte Telegramm liegt schon etwas zurück, aber die aktuellen Highlights wie JD1BLY ( nur vom 3.-6.10.)

    konnte ich leider nicht arbeiten, trotz guten Signalen auf 17 m. Am 21.08. habe ich Bob Walker aus Rarotonga South Cook Islands gearbeitet: FT8 macht es möglich um 05:38 UTC auf 20 m. Und trotz Corona bekam ich Post, die über Neuseeland läuft. Es gibt doch einige Funkamateure da unten.

    Die Cook Inseln liegen nördlich von Neuseeland im Pazifischen Ozean und dort leben 13200 Menschen. 

    Am 4.August 1965 erhielten sie einen Unabhängigkeitsstatus – Westminster style of government. In 2015 gab es ein großes Unabhängigkeitsfest 50 Jahre Cook Islands

    Die Funkamateure der Inseln kommunizieren weltweit, geben Informationen über das Leben dort, die Kultur und das Wetter weiter. Auch wenn sie nur schwer zu arbeiten sind, ist es immer eine Herausforderung für 

    Funkamateure in Europa. Danke, lieber Bob für die ausführlichen Informationen.

    Bis zum nächsten Telegramm 73