Technik

  • WSJTZ von SQ9FYE

    Viele OM’s halten ja die digitalen Modi für uninteressant, weil da ja nur minimale Informationen ausgetauscht werden und fast alles automatisiert ist. Dafür können aber auch mit schwächeren Antennen und wenig Leistung Verbindungen rund um den Erdball hergestellt werden. Tom Rudzinski SQ9FYE aus Lublinice hat nun noch einen draufgesetzt. Er clonte das Programm WSJT-X von Joe Taylor und fügte einige Programmerweiterungen dazu.

    Er verbindet ein gerufenes Callsign sofort mit der Datenbasis QRZ.com und gibt sofort den GRID der Station an. Mit dem Befehl Auto-CQ sucht er automatisch nach Stationen nach Signalstärke und führt das QSO mit dem Logging zu Ende. Man kann also bei einem Pile-Up in Ruhe zum Abendbrotessen gehen. Das Programm ruft automatische weiter.

    Der Aufbau ist leicht verändert, ähnelt aber sehr stark dem Original.

    Beim Herunterladen von Sourceforge möchte Windows 10 das Programm zunächst nicht annehmen. André hat mir dann geholfen mit Beibehalten kommt man dann doch zur Installation.

    Aufpassen muss man, dass das Programm umbenannt wird, das man nicht sein Original-WSJT-X überschreibt.

    Wer sich mit FT8,FT4,…. beschäftigt, sollte sich das man anschauen.

    73 de Frank, DM5KK

  • QO100

    Amateurfunksatelliten gibt es seit dem 12. Dezember 1961, nur 4 Jahre seit dem ersten Funksatelliten überhaupt: Sputnik 1
    Mittlerweile sind laut Celestrak 85 Amateurfunksatelliten, oder als solche deklarierte, im Orbit.
    Während die meisten Amateurfunksatelliten in niedrigen Orbits kreisen und damit nur Funkverbindungen über wenige Minuten zulassen,
    gibt es auch Satelliten in hochelliptischen Orbits, die aufgrund ihrer niedrigen Geschwindigkeit am höchsten Punkt Verbindungen über
    mehrere Stunden zulassen.
    Seit dem 2. Februar 2019 gibt es nun auch einen geostationären Satelliten mit Amateurfunk, QO100, der im folgenden etwas näher betrachtet werden soll.

    Aufgrund der geostationären Umlaufbahn befindet sich der Satellit aus Erdsicht immer an der selben Position, in diesem Falle ca. 36000 km über der Demokratischen
    Republik Kongo in Zentralafrika. Er ermöglicht damit Amateurfunkern unabhängig von Tageszeit, Sonnenaktivität und sonstigen Effekten die üblicherweise die Funkausbreitung beeinflussen, beinahe die halbe Welt zuverlässig zu erreichen.
    Der Abdeckungsbereich geht dabei von Teilen der Antarktis über das östliche Brasilien, Island, Skandinavien bis Singapur.

    Für erste QO 100-Empfangsversuche auf 3cm ist eine 60cm-Sat-Schüssel, ein handelsüblicher Universal-LNB (jedenfalls die meisten) sowie ein RTL-SDR Stick nebst Bias-Tee für 12V ausreichend. LNBs mit PLL sind denen mit DRO aufgrund besserer Stabilität zu bevorzugen. Getestet wurden HD-Profi Single, Goobay Single und Durline Ultra Twin. Schlecht funktioniert der Durline Ultra Quattro (filtert Signale außerhalb des üblichen SAT-Bereichs zu stark heraus).


    In unserer Gegend ist die Schüssel auf eine Höhe von 30 Grad und einen Azimut-Winkel von 164 Grad, also ca. 16 Grad links der Südrichtung einzustellen. Man kann sich auch am Astra-Satelliten orientieren und muss dann die Antenne ca. 9 Grad links drehen. Am 23. September gibt es auch eine weitere seltene Möglichkeit: Kurz vor 12 Uhr Küchenzeit steht die Sonne an der selben Position wie QO100. Damit kann man die Empfangsbedingungen ideal abschätzen und die Antenne ausrichten. Auf keinen Fall aber in die Sonne blicken, es drohen schwere Augenschäden.
    Sobald der Empfang funktioniert stellt man jedoch schnell fest dass aufgrund der Instabilität der LNB-Frequenz das Verfolgen von QSOs nur wenig Spaß macht, man muss ständig die Frequenz korrigieren.
    Hier gibt es sowohl Software-Lösungen (z.B. Orientierung an einer der drei gesendeten Baken mit SDR-Console) oder Hardware-Lösungen z.B. ersetzen des Quarzes durch einen temperaturkorrigierten Oszillator TCXO,
    Einspeisung einer genaueren Referenzfrequenz oder Kauf eines der wenigen LNBs mit integriertem TCXO.
    Neben einem Narrow-Band-Transponder mit vertikaler Polarisation für CW,SSB und Digimodes gibt es auch noch einen Wide-Band-Transponder mit horizontaler Polarisation für Bildübertragung mittels DVB-S2.
    Um dann auf Sendung zu gehen braucht man auf 13cm eine Sendeleistung ab 6 Watt, je nach Antennengröße und Bandbreite. Dabei ist eine linksdrehende zirkulare Polarisation zu verwenden. Neben einer extra Antenne zum senden kann man auch eine 13cm-Antenne am LNB befestigen. Im Internet gibt es da Bauvorschläge für eine Patchantenne (Patch of the year) oder eine Helixantenne (Helix of last year). Bei der Sendeleistung sollte man sich an dem Pegel der Banken orientieren und diesen nicht überschreiten. Falls man das doch tut wird man mit einem Warnsignal „Leila“ bestraft.

    Als Transceiver kann man einen Adalm Pluto mit ensprechender PA verwenden (dieser sollte jedoch aus Frequenzstabilitätsgründen ebenfalls mit einem TCXO oder externem Takt versehen werden), oder, zumindest auf dem Narrow-Band-Transponder und mit entsprechenden Transvertern, ein 23cm,70cm oder 2m All-Mode-Gerät. Sehr zu empfehlen ist dabei ein Full-Duplex-Setup, entweder einen ensprechenden Transceiver oder 2 getrennte Geräte für Senden und Empfang. Ansonsten bekommt man bei einer Überschreitung des erlaubten Pegels vom Leila-Signal nichts mit.

    Um sich nur mal einen Überblick über die Aktivitäten zu verschaffen kann man auch mittels WEBSDR über das Internet den Narrow-Band-Transponder inklusive Wasserfall empfangen.

    Für unseren Fieldday ist geplant eine QO100-Station aufzubauen, eventuell sogar mit Video-Übertragung, so dass jeder interessierte sich das System ansehen und, bei vorhandener Lizenz, auf Sendung gehen kann.

  • Meteorscatter

    Am 11. August war das Maximum der Perseiden-Sternschnuppen. Deshalb kommt dieser Beitrag vielleicht etwas spät, aber der nächste Meteorstrom mit vergleichbarer Intensität findet um den 14. Dezember statt.

    Wenn ein Meteor in die Erdatmosphäre eindringt erhitzt sich aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit die Luft stark. Dies hat zur Folge dass der Meteor üblicherweise verdampft (falls er die Erdoberflächer erreicht wird er Meteorit genannt) und die Luft ionisiert wird.
    Diesen Effekt kann man sich im Amateurfunk für Meteorscatter zu Nutze machen. Dabei kann man, je nach Band, Bruchteile von Sekunden bis einige Sekunden Funkwellen an den Meteor-Spuren reflektieren, die dann beachtliche Reichweiten haben.
    Besonders gut eignen sich hierfür 2m, 4m und 6m. Bei Bändern mit niedrigeren Frequenzen ist die Reflektionsfläche zu gering, da es sich um lokal stark begrenzte Effekte handelt.
    Für höhere Frequenzen ist der ionisierte Bereich zu löchrig bzw. ist nur für sehr kurze Zeit geschlossen genug für eine Reflektion

    Es gibt in WSJTX einen speziellen Modus für Meteorscatter: MSK144. Ein Sendedurchlauf beträgt auf 2m 30 Sekunden, in Mitteleuropa soll zur halben Minute begonnen werden.
    Im Gegensatz zu FT8 wird die zu übertragende Nachricht aber nicht auf den gesamten Zeitraum verteilt, sondern mehrmals hintereinander gesendet. Eine Nachricht ist gerade mal 72 Millisekunden lang. Aufgrund der hohen Bandbreite, ein vollständiges SSB-Band, ist der Empfang von schwachen Signalen wie bei FT8 nicht möglich. Unter -8 dB ist Schluss.
    Des weiteren ist es üblich schon beim CQ-Ruf eine Frequenz anzugeben auf der eine Antwort erwartet wird. Dadurch ist gewährleistet dass sich CQ-Rufe und Antworten nicht in die Quere kommen. Nicht alle Amateure halten sich aber daran.

    Um auf Sendung zu gehen sind hohe Sendeleistungen empfehlenswert. Die habe ich allerdings nicht und habe mich deshalb auf den Empfang beschränkt.
    Mit einer ungerichteten 5/8-Antenne habe ich auf 2m Stationen aus praktisch ganz Europa aufnehmen können. Die weiteste Station war aus Russland nahe des nordöstlichen Zipfels des Schwarzen Meers, 1900 km entfernt.

    Mit einer Richtantenne sind sicherlich nochmals bessere Ergebnisse zu erreichen, diese ist dann auf den Radiant, der scheinbare Ursprung der Sternschnuppen, auszurichten. Bei den Perseiden lag dieser im namensgebenden Sternbild Perseus. Der Radiant der Perseiden ist im August zirkumpolar, das bedeutet er geht niemals unter. Damit ist auch am Tag Meteorscatter möglich.

    Der nächste größere – und größte – Meteorstrom findet mit dem Geminiden an 2 Wochen um den 14. Dezember statt. Die besten Bedingungen sind wenn sich der Radiant, der sich im Sternbild Zwillinge ist, auf 45 Grad Höhe befindet, das wird so um 22 und 6 Uhr sein. Zwischen 10 und 16 Uhr befindet sich der Radiant unterhalb des Horizonts. Damit ist das Auftreten von verwertbaren Meteoren zwar nicht unmöglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

  • Von Flex Radio zu YAESU FTDX 101MP

    Die Gründe des Wechsels will ich hier nicht noch einmal ausbreiten – der Wechsel ist nun erfolgt. Der TRX stand beim Händler auf der Warteliste trotz seines doch hohen Preises. YAESU hat in vielen Bereichen aufgeholt. 

    Z.B. beim Empfänger – der ist noch besser als der des Flex – bei meiner advanced Betriebsart stehen da doch mehr DX-Stationen in der rechten Spalte. Er ist auch sehr ruhig und die Unterdrückung der Störungen arbeitet  effektiv. Allerdings kommt er gegen kaputte Netzteile auch nicht an – wenn der gesamte Bildschirm auf allen Bändern weiß ist, hilft keine Technik der Welt. 

    Der 101MP hat ein mitgeliefertes Netzteil, in dem auch der Lautsprecher untergebracht ist, das mit 48 V Spannung arbeitet. Das ist den Endstufentransistoren

    geschuldet, die eine Leistung von 200 W erzeugen. 

    Die setzt man dann doch schon mal ein, wenn die Pile-Ups lang sind. Ich habe den TRX auf externen Tuner eingestellt ( er hat auch einen guten internen Tuner), der mit hoher Geschwindigkeit das SWR minimiert. 

    Das Bearbeitungsmenü ist typisch YAESU geblieben, nur kann es jetzt über eine Touchfunktion aufgerufen werden.

    Dort findet man z.B. die Einstellungen von cw, die Sendeleistung, einen cw-Keyer für kleine Texte.Das gleiche gibt es für RTTY und PSK. Mit dem Feld Decode

    lassen sich Texte dieser Betriebsarten decodieren. 

    Wobei das bei cw für Maschine gelingt, bei handgegebenen Texten eher nicht. Ich habe das System beim letzten cw-Test eingesetzt und auch einige Stationen arbeiten können. Die ausgesendeten cw-Signale sind sehr sauber (besser als bei Flex). 

    Für die digitalen Betriebsarten steht eine interne Soundkarte und ein USB-Anschluss zur Verfügung.

    Die Einstellung von WSJT-X und FL-Digi ging problemlos – als Referenz-TRX habe ich den FTDX 3000 eingegeben. Für MixW 4 habe ich das Senden noch nicht geschafft, aber das dürfte auch nur eine Kleinigkeit sein. Gerade für RTTY -Conteste dürfte das Programm favorisiert sein. Für die beiden getrennt arbeitenden Empfänger ist eine Vorselektion ständig am Arbeiten, die sehr wirksam und effektiv läuft. 

    Nicht so gut gelöst scheint mir die Einstellung der Sendeleistung, die mit dem Multiregler beim Tuner immer wieder von Band zu Band verändert werden muss. Aber man gewöhnt sich relativ schnell an das Bedienungskonzept des Transceivers. 

    Der Transceiver erfreut mich immer wieder, auch wenn ich in mein Logbuch schaue. Wer also einen Wechsel plant, sollte sich das Gerät mal anschauen.

    Bei Dathe kann man es auch mal einen Vormittag ausprobieren.

  • Einige Bemerkungen zur neuen WSJT-X -Version 2.3.0 rc2 (z.Z. noch Release)

    Es gibt bei den WSJT-X – Versionen seit der Öffnung auf Open-Source eine rasante Entwicklung- neue Modearten werden ausprobiert – zuletzt FST4 für die Bereiche der Low-Frequenzen, die für den Amatuerfunk freigegeben sind ( z.B. 500 kHz) . Erscheint eine neue Release – Version, gibt es eine Menge Mails bei WSJT-X Devil – das sind die Macher der Software – und jede Frage wird beantwortet und ev. berichtigt in der nächsten Version. Natürlich funktioniert in der Release-Versionen noch nicht alles, aber ein Wechseln auf die neueste Version ist doch für die Entwicklung des Programms sehr wichtig. Wenn etwas nicht funktioniert, kann man es dem WSJT-X -Devil per E-Mail mitteilen und alle profitieren davon. Die Anzahl der Teilnehmer an dem FT8-Mode hat sich inzwischen so erhöht, dass der Platz

    auf den Hauptbändern 20,40 und 80 m kaum mehr ausreicht. Das erfordert Geduld und ein wenig Gelassenheit, wenn man wieder und wieder platt gemacht wird. Aber ein paar Minuten später sieht es schon wieder besser aus. 

    Die Dekodierungstiefe liegt inzwischen sehr weit unten, d.h. auch mit kurzen und nicht so resonanten Antennen kann man einen Dx-Erfolg erzielen. 

    Und wer mit einer Version 1.8 funkt, dürfte kaum Erfolg auf ein QSO haben. Diese Version versteht die Aussendungen nicht mehr. 

    Großes Lob an die WSJT-Crew um Joe Taylor von mir.

  • Einige Bemerkungen zur neuen WSJT-X -Version 2.2 (z.Z. noch Release)

    Karl-Heinz hatte diese am Sonntag in der Runde mit einer kurzen Erklärung für den Download empfohlen. Man sollte ja prinzipiell die neuesten Versionen installieren, da ja meist an weiteren Verbesserungen des Programms gearbeitet wird. Bei der 2.2 fließen auch gute Gedanken anderer Funkamateure ein und es ist ein Teamprodukt.

    Also runtergeladen und Schwierigkeiten. Die Aussendung von Leistung wurde nach drei Durchgängen unterbrochen. Dann habe ich ein kleines Delay kurz vor einem Ruf festgestellt – als würde mein Transceiver kurz stehen bleiben.

    Ich habe die ausführliche Beschreibung in der englischen Fassung gelesen, leider da nichts gefunden. Dann habe ich mich im Forum angemeldet und nach 3 Stunden bekam ich die Antwort auf meine Beobachtungen. Im Setup

    sollte dringend unter Mode  „Data/Pkt“ eingestellt sein.

    Die vermeintliche Verzögerung (kurze Unterbrechung) ist keine, weil der Dekodierungsvorgang schneller abgeschlossen wird.

    Also Start Transmitting erfolgt zur richtigen Zeit. 

    Für die Nutzer der neuen Version noch einmal ein Hinweis von Joe Taylor. Leistungen von 100W und mehr führen nicht zu einer Verbesserung der Übertragung der Signale, diese werden verzerrt, so dass dem QSO-Partner die Dekodierung erschwert wird. Es gilt: Die Leistung sollte nur so hoch sein, dass eine ausreichende Kommunikation gewährleistet ist ( siehe auch Prüfungsfrage AFU-Prüfung). Weniger ist manchmal mehr. 

  • MixW 4.1.2

    Für viele OM’s und YL’s war MixW das erste Programm in Sachen digitale Modes. Die Version 2 war frei und konnte schon eine Menge digitaler Modes dekodieren.

    Die Version 3 war dann leider schon bezahlpflichtig, es steckt natürlich auch eine Menge Programmierarbeit in einer solchen Multi-Mode-Software und dazu benötigt man Profis. 

    Vor einiger Zeit erschien nun die Version 4 und man konnte sie als Upgrade der Version 3 für 25 € erwerben. 

    Das habe ich getan, musste aber feststellen, das die Soundkartenproblematik für den Flex nicht funktionierte.

    Einige E-Mails mit der Programmiererin gingen hin und her und in der Version 4.1.2 war die Soundkartenproblematik gelöst. 

    Wie sieht die Oberfläche von MixW 4 aus?

    Man sieht – es hat sich doch stark verändert.

    Oben wird das derzeitige QSO abgebildet. Darunter liegen die Modes wie z.B. PSK31 oder RTTY – darunter der Wasserfall, den man rechts gut einstellen kann. 

    Unter dem Wasserfall sind die Textnachrichten zu lesen.

    Rechts wird das QSO gespeichert in Text und ADIF.

    Unter den Modes kann man für einige Transceiver die CAT-Einstellungen vornehmen.

    Der entsprechende Trx wird eingeblendet und die Einstellungen müssen angehakt sein. Transceiver, die eine USB-Schnittstelle besitzen, arbeiten mit PTT via CAT (roter Pfeil).  Bei älteren Transceivern mit Interface werden in der deutschen Hilfe von Rudolf Piehler einige Beispiele angegeben. Bei den Einstellungen der Soundkarte (ist ein graues Maschinenrädchen für verschiedene Einstellungen) kann man auch die Baudrate von 9600 anhaken. Wenn die Connection passt, kann man sofort senden. 

    Die Empfindlichkeit ist besser als bei FL-Digi – die Dekodierung von RTTY gut.

    CW soll auch gehen, da wird aber reichlich Signalstärke benötigt.

    In der Palette der Digimodes ist nun auch FT8 und FT4 

    vorhanden. Ich habe da auch schon QSO’s gefahren, finde aber andere Programme hier für besser geeignet. 

    Z.B. die Split-Option muss man mit Lock TX realisieren. 

    Es gibt einen Tuning-Button, der aber nicht toll arbeitet. 

    Natürlich gibt es noch viele Zusatzfunktionen wie Weltkugel, E-QSL, Cluster oder Einblendung eines KIWI-SDR- Empfängers. 

    Insgesamt wirkt das Programm ziemlich aufgeräumt, man benötigt aber einige Eingewöhnungszeit und bei einem falschen Klick sind auch schnell mal ein paar wichtige Fenster weg. Wer gern PSK oder RTTY arbeitet, sollte sich das Programm auf jeden Fall mal ansehen. Die Empfindlichkeit und Dekodierungsgenauigkeit ist natürlich nicht vergleichbar mit WSJT-X. Ich werde das noch ergänzen, wenn ich mich noch besser eingearbeitet habe. 

  • Einige Betrachtungen zum Einstieg für den Empfang des Satelliten HailSat 2

    QRV auf QO-100

    Teil I, der Empfänger

    Einführung:

    Ich arbeite mit getrennter Sende- und Empfangsaufbereitung. Habe aber mit SAT-fähigen Transceivern (FT-736R und FT-847) schon mit einem Gerät über QO-100 gearbeitet.

    Warum und welche Nachteile beim Arbeiten mit einem der oben genannten Geräten auftreten, zähle ich hier nicht auf. Da gebe ich gerne Auskunft über den Annaberger Hauskanal.

    Das „Einpfeifen“ mit der SAT-Sendefrequenz und das eigene Signal suchen und zurückhören, geht recht gut. Wenn auch die Zeitverzögerung etwas stört. Man kann die eigene Modulation im Kopfhörer selbst beurteilen.

    Merke: Die Qualität der Modulation ist das A und O für die Verständlichkeit über Satelliten

    (Aushängeschild der eigenen Station). Die gute Verteilung von tiefen und hohen Anteilen des Niederfrequenzspektrums ist wichtiger als die Hochfrequenz.

    Empfangstechnik:

    Was brauche ich, um schnell etwas von QO-100 zu hören?

    1. Offsetspiegel 40cm auf stabilen Stativ und freie Sicht nach SSW in 30° Elevation.

    Mein 65cm Spiegel mit zwei Motoren drehbar in 12m Gittermasthöhe ist kein Standard, da

    ich die 10GHz Polarisation sofort auf horizontal umschalten kann und damit zusätzlich den

    Weitbandbereich (digitales Fernsehen von QO-100) und auch terrestrische Signale

    (Conteste und Baken) hören kann.

    2. PLL-LNB. Da gibt es zur Zeit Probleme. Wer sich nicht mit den von mir vorgeschlagenen

    LNB-Typen eingedeckt hat, hat leichte Probleme. Diese Typen werden nicht mehr gebaut !

    Jeden Monat kommt da etwas Neues raus. Ich kann aber über aktuelle LNBs Hilfestellung geben (Hauskanal).

    Noch ein Tipp: Die F-Buchsen sind fürs Fernsehen. Stecker aufschrauben und „Astra“ sehen.

    Ein Funkamateur schraubt 20-mal F-Stecker auf und ab. Die Folge ist, in den F-Buchsen ermüden die 2 kleinen Kontaktfedern.

    Abhilfe: Adapter F-Stecker auf N-Buchse fest aufschrauben. Die gibt es billig und in guter Teflonqualität bei „R“.

    3. Verbindungskabel. Dieses sollte eine Impedanz vom 50 Ohm haben und eine gute Abschirmung. RG58 geht nicht. Es werden 750MHz übertragen. Stecker an LNB = N.

    Stecker an Spannungseinspeiseweiche selbst wählen. Ich nutze grundsätzlich SMA.

    Weiche selbst bauen. Diese besteht nur aus Metallgehäuse einen C und ein L. Die hätte ich.

    4. SDR-Stick, um erst mal etwas zu hören.

    Da wird wohl jeder Funkamateur einen haben.

    Tipp: Bei Neukauf den AUZEUNER, der hat einen TCXO und eine gute SMA-Buchse eingebaut.

    Das Beste ist aber sein Metallgehäuse. Die Oberwellen eines ungeschirmten Sticks sind ja sonst bis weit über 23cm zu hören. Das Ding ist aber teuer und liegt weit über 20€.

    Ausrichten des Spiegels:

    Azimut SSO, etwa 153° oder wie „ASTRA“ und einen Ruck nach links (nach Osten).

    Elevation 31°, Winkelmesser 30°, 60° und 90° ist Zenit.

    Die CW-Bake auf 10489,550MHz zu finden, ist nicht einfach. Der Grund ist, dass jedes LNB eine von 9750MHz abweichende PLL-Oszillatorfrequenz hat.

    Ich bin gerne bereit, die genaue Oszillatorfrequenz eines LNBs auszumessen. Da das LNB noch original ist, brauche ich 2 Stunden Einlaufzeit bei konstanter Umgebungstemperatur.

    (Mein geheiztes LNB läuft an einem extra Netzteil seit Jahren durch).

    Frequenz = 10489,550MHz minus die gemessene Oszillatorfrequenz (etwa 9750MHz).

    Die CW-Bake wird auf etwa 739,550Mhz zu sehen sein. Das ist der Bandanfang.

    Die PSK-Bake mit den 2 Trägern ist dann auf etwa 739,800MHz. Das ist das Bandende.

    Bis dahin könnte man mit positionierten Spiegel /LNB und Stick von 739,550 bis 739,800MHz QO-100 empfangen.

    Zum Kauf gibt es jede Menge Technik. Aber ich habe außer Spiegel, LNB und Sticks nichts gekauft. Selbst diese Teile waren für terrestrischen Empfang von 10GHz schon da.

    Bisher habe ich 5 Stück Umsetzer gebaut, um die 739MHz in Amateurbändern umzusetzen.

    Auch hier wurde nichts gekauft und alle Teile (bis auf TCXO) stammen aus der Bastelkiste.

    1. Umsetzer ins 23cm Band.

    Mit diesem habe ich die ersten QSOs am ersten Tag der Aktivierung des QO-100 gemacht.

    Quarz 109MHz x5 = 545MHz als zweite Oszillatorfrequenz.

    SAT-ZF (Bandmitte) 739,675MHz plus 545MHz ergibt 1284,675MHz (Bandmitte).

    Diese Variante geht gut und die ersten Verbindungen am ersten Betriebstag des QO-100 liefen ausgezeichnet. Durch die Umschaltung des LNBs auf 18V und damit auf horizontale Polarisation konnte ich die Fernsehbake des QO-100 durch Rauschanstieg am FT-736R sofort erkennen.

    2. Umsetzer ins 2m – Band.

    Quarz 100MHz x6 = 600MHz als zweite Oszillatorfrequenz.

    SAT-ZF (Bandmitte) 739,675MHz minus 600MHz ergibt 139,675MHz (SAT-Bandmitte).

    Diese Variante ging gut, habe ich aber nicht mehr in Betrieb, da sie unterhalb des 2m-Bandes lag und ein ähnliches Quarz nicht in der Bastelkiste lag.

    3. Umsetzer ins 70cm – Band.

    Quarz 100MHz x3 = 300MHz als zweite Oszillatorfrequenz.

    SAT-ZF (Bandmitte) 739,675MHz minus 300MHz ergibt 439,675MHz (Bandmitte).

    Diese Variante geht ebenfalls sehr gut.

    4. Umsetzer ins 70cm  – Band.

    Quarz 10MHz x10 = ergibt 100MHz und dann weiter wie unter 3.

    Diese Variante war der Ausgangspunkt meines jetzigen Umsetzers unter Punkt 5.

    5. Umsetzer ins 70cm Band.

    Ich hatte einen OCXO für 10MHz. Siehe auch CQDL 2-2019 Seite 15.

    Diesen auf Lochrasterleiterplatte und da ich fürs Senden auch von 10MHz ausgehe und dort ein GPS-Normal für 10MHz mit extra Antenne einsetze, war die Frequenzeichung des OCXO mit einer Frequenzgenauigkeit von 10 hoch minus 9 schnell gemacht.

    Auf die Lochrasterleiterplatte 3 Filter für 100MHz gebaut und ein Transistor in C-Betrieb noch zusätzlich montiert und schon hatte ich außer 10MHz ein genaues 100MHz Signal.

    Dann wie oben wieder verdreifacht auf 300MHz und diese Frequenz sauber ausgefiltert (immer eine Verstärkerstufe dazwischen).

    Für das Filtern reichen gewickelte L/C Kreise und Scheibentrimmer, sowie Transistoren aus der Bastelkiste. Da waren noch viele russische drin.

    Topfkreise gehen natürlich besser (spektralreines Ausgangssignal), aber der mechanische Aufwand ist groß. Auf den Bildern 2. und 3. ist beides zu sehen.

    Der Mischer:

    Die 739 MHz vom LNB und die erzeugten 300MHz müssen gemischt werden.

    Hier gehen viele passive und auch aktive Mischer. Ich habe z.B. gute Erfahrung mit dem MOSFET BF960 gemacht. Auch 2 Schottky-Dioden gehen schon.

    Messmittel:

    Frequenzmesser. Hier reicht ein einfacher Handzähler. Es sind nur 100 und 300MHz zu messen. Günstig ist ein Zähler mit zusätzlich einer einfacher Pegelanzeige.

    Spiegelausrichtung: SAT-Finder gehen nicht. Ich hatte leihweise ein 500€ Gerät.

    Es gibt Besseres, was fast nichts kostet. Die Multizet UNI-Serie aus Mellenbach geht hervorragend. Instrument über Vorwiderstand parallel zum S-Meter klemmen und kleinsten Messbereich einstellen. Siehe Bild 5. Mit interner S-Meter Anzeige kann man den Spiegel nicht ausrichten. Auch digitale S-Meter gehen nicht. Aber die Anzeige eines SDR-Sticks geht. Ich kann mit dem abgebildeten UNI-21 am Zeiger jede vorbeiziehende Wolke erkennen.

    Zusammenfassung:

    Ich brauchte nur einen 100 Watt Lötkolben und etwas Messingblech um auf QO-100 sofort QRV zu werden. Der Rest war in der Bastelkiste, zum Teil noch russisch. Spiegel und LNB waren seit Jahren für 10GHz im Einsatz (Conteste und Baken).

    Natürlich kann man alles fertig kaufen. Auch vieles digital. Aber wo bleibt der Selbstbau?

    Ich bin innerhalb des OVs S48 auch bereit mit Material zu helfen. Das fliegt sowieso mal weg.

    Bildverzeichnis:

    Bild 1. OCXO 10/100MHz. Es geht auch ein Transistoroszillator. Parallel läuft bei mir ein XO mit SF235 aus altem Kofferradio. Verfünffachung auf 50MHz und Verdopplung auf 100MHz.

    Bild 2. 300MHz Frequenzaufbereitung und Filterung. Geht gut. L/C Aufbau ist einfach.

    Wenige Leiterbahnen sind auf der Rückseite handgemalt oder mit Drehmel ausgefräst.

    Bild 3. Wie Bild 2 aber Topfkreise. Aufwand groß. Aber die besten Ergebnisse.

    Bild 4. Früherer LNB-Umbau mit PTC-Widerstand. Stabilität fast wie OCXO bei 60° Heizung.

    Bild 5. Ausrichten des Spiegels und Pegelanzeige der CW-Bake.

    Bild 6. Gestockte Doppelquad als Sendeantenne. Abgebaut, da sich bei den Pfeilen jeweils ein Wassertropfen bei Regen festsetzte. Diese verschlechterten das Sendesignal völlig.

    Arbeite jetzt mit der einfachen (nicht gestockten) Doppelquad. Aber 9 Stück zusammen geschaltet und unter Radom aus Plaste. Regen stört jetzt nicht mehr.

    Bild 7. Erste Versuche. HI.

    73 von Walter, DG0EW und hoffentlich vielen Nachfragen.

    Ergänzung zum QO-100, Fernsehempfang

    Auf der Frequenz 10492MHz ist die DATV-Bake gut zu sehen.

    Da läuft eine TV-Schleife.

    Technik:   Eigenbauumsetzer Nr.1 in meinem Artikel.

    Dieser setzt bei Weitbandempfang auf 1287MHz um.

    Textauszug:

    „Diese Variante geht gut und die ersten Verbindungen am

    ersten Betriebstag des QO-100 liefen ausgezeichnet.

    Durch die Umschaltung des LNBs auf 18 Volt und damit

    auf horizontale Polarisation konnte ich die Fernsehbake des

    QO-100 durch Rauschanstieg am FT-736R sofort erkennen.“

    Da aber auf dem Display kein Bild zu erkennen ist (hi),

    wurde ein Receiver (20€) und ein Fernseher nachgeschaltet.

  • Digitale Modes – Für experimentierfreudige OMs

    Als ich neulich ein QSO mit einem OM aus Baden-Württemberg führte, teilte er mir mit, er interessiere sich schon für die digitalen Modes, aber er wüsste nicht, was er alles so einstellen sollte, dass er ein PSK-QSO führen könnte.

    Eigentlich ist es wirklich nicht leicht und man muss sehr vieles bedenken und am PC einstellen, bis es funktioniert. Ich werde mal einen Versuch starten, einige Hilfen für die Digimodes zu geben. Ich werde dann mal nachfragen, ob es zu kompliziert war oder verständlich. Dann kann man die Reihe fortsetzen.

    VERBINDUNG DES TRX MIT EINEM PC

    Digitale Programme wie MixW, HRD oder WSJT-X benötigen einen PC. Sie werden mit der Computermaus gesteuert und übernehmen nach erfolgreicher Einstellung das Kommando über den Transceiver. Keine Angst fast alle Digimodes arbeiten mit LP –

    meist weniger als 40W- der TRX wird keinen Schaden nehmen.

    Fast jeder TRX lässt sich mit dem PC verbinden und steuern, egal ob es sich um einen YAESU, Kenwood oder ICOM handelt.

    HANDBUCH DES TRX- WELCHE ANSCHLÜSSE SIND VORHANDEN ?

    Ich weiß, dass es allerhand Geduld abverlangt. Die digitalen Programme arbeiten fast alle mit der Soundkarte des PC zusammen. Man kann also den TRX von einem Audioausgang oder einem ACC-Ausgang mit dem PC verbinden. Ältere TRX benötigen

    für die Verbindung ein Interface. Da muss man sich mal im Internet umhören, welches für seinen TRX gut geeignet ist. Will man die sogenannte CAT-Steuerung ( also wichtige

    Funktionen wie Frequenz oder PTT) realisieren, benötigt man ein Interface für den ACC-Ausgang. Für jeden TRX gibt es dazu einen besonderen Stecker. Kauft man z.B das beliebte Interface SignalLink USB (zu haben bei QRP-Projekt Berlin), dann muss man für seinen TRX sogar noch eine paar Jumperdrähte nach sehr guter Beschreibung einsetzen- aber unser Hobby wird ja immer als experimentelles Hobby bezeichnet.

    Bei moderneren TRX wie dem Kennwood TS 590 oder den modernen ICOM-Trx ist ein USB-Anschluss

    am TRX vorhanden- in diesem Fall benötigt man kein Interface mehr. Man sollte aber das USB-Verbindungskabel etwas schützen, damit keine HF in den PC eindringen kann.

    Mit etwas teueren Geräten wie RIG-Expert kann man dann auch noch einige zusätzliche Einstellungen vornehmen und die Interfaces sind meist mit einem Optokoppler ausgestattet, der HF-Eindringen deutlich erschwert.

    DER TRANSCEIVER BENÖTIGT EINEN VIRTULELLEN PORT

    Viele Programme benötigen einen sogenannten virtuellen Port, damit die Software den TRX steuern kann. Nun muss man wirklich sehr aufmerksam auf den Herstellerseiten

    seines TRX suchen. Man findet die sogenannte Treibersoftware meist unter Support und Downloads. Aber aufpassen- das Windowsprogramm ist eine Hu….., es benötigt genau den richtigen Treiber. Also bitte nachschauen, ob man auch den Treiber für WIN 10 installiert hat. Man kann es aber sehr gut überprüfen. Bei Kennwood heißt der Treiber Silicon Labs CP210X USB to UART Bridge. Übersetzt man das Wort Bridge wörtlich- ist es die Brücke zum PC. Also nach dem Download installieren- meist git es ein kleines SET-UP-Programm. Dann in WIN Systemsteuerung den Gerätemanager öffnen und bei Audiogeräten nachschauen. Da muss der Teiber drinstehen und auch ein COM-Port. Bitte die Nummer dieses COM-Ports aufschreiben, denn die wird noch gebraucht.

    SOFTWARE HERUNTERLADEN Z.B.FLDIGI

    Software gibt es reichlich. Man kann alles ausprobieren und nimmt dann das Programm, welches uns am meisten zusagt. Ich werde jetzt das Programm FLDIGI beschreiben. Warum? Nun es ist recht einfach zu bedienen, die Einstellungen sind überschaubar, es ist ein kostenloses Programm und es wird ständig erneuert.

    Ja und so sieht es dann aus, wenn man das Programm geöffnet hat. Oben sieht man schon mal die Frequenz ziemlich groß. Wenn alles richtig eingestellt ist, muss die Frequenz, die hier angezeigt wird, mit der Frequenz des TRX übereinstimmen.

    Links erscheinen alle aktiven Stationen in dem Band ( für PSK ist die Frequenz auf 20 m die 14070 kHz) In der Mitte sieht man dann alle Informationen, die bei einem QSO ausgetauscht werden. Unten gibt es ein Wasserfalldiagramm mit den Balken, das sind die arbeitenden Stationen. Darüber gibt es eine Befehlsleiste. Dazu später mehr.

    Natürlich muss ich meinen Namen, mein Calsign, mein QTH und meinen Locator eingeben.

    PROGRAMMEINSTELLUNGEN

    Ja leider muss auch im Programm einiges eingestellt werden, es soll ja für den YAESU, den Kenwood oder den ICOM funktionieren.

    Beginnen wir mal mal mit der Konfiguration. Configure bei Options.

    Da gib es oben in der Leiste Audio. Weiter unten steht Port-Audio- Häkchen setzen.

    Meist steht in den Feldern die normale Computer-Soundkarte drin. Klickt man auf die Pfeile, findet man aber hier die Audiotreiber für seinen TRX. Hier ist es DAX-Audio.

    Das kann aber auch Audio-Codec heißen. Diese Audiotreiber müssen da drin stehen.

    Unten gibt es ein Apply – was so heißt : Übernehmen.

    Oben gibt es dann in der Überschrift RIG- also die Station. Vorhin habe ich beschrieben, mal soll sich den virtuellen COM-Port aufschreiben. Der muss nun hier eingetragen werden. Wenn alles richtig ist, steht er in der Liste. Dann noch ein paar Häkchen.

    Die Befehle DTR und RTS werden für die PTT-Steuerung benötigt. Initialisieren. Save und Close.

    Bei manchen TRX ist das Häkchen für separate Port nicht zielführend.

    Nun rein in RigCAT. Ein wichtiges Einstellungsfenster. Alles so einstellen wie durch die Pfeile angedeutet. Bei Baud-Rate steht bei mir 9600. Das könnte bei ICOM anders sein oder bei Kenwood. Hier müsst Ihr in dem Set-Up-Menü Eures TRX nachschauen, welche Baudrate eingestellt ist. Die Baudrate von 9600 ist für FLDigi völlig ausreichend.

    Jetzt kommt noch etwas ganz Wichtiges. Oben gib es ein sogenanntes Rig-Description-File. Die Endung des Dateinamens ist: xml. Ihr findet diese kleine Datei unter http://www.w1hkj.com/xml/archives.html. Diese Datei auf den PC speichern und dann bei Öffnen Open eintragen. Z.B.TS590.xml

    ARBEITEN MIT FLDIGI

    Bei den Modes muss man nun erst mal den gewünschten wählen. Beginnen wir bei PSK 31. Oben suchen und bei PSK BPSK31 anklicken (ist in der zweiten Reihe).

    Unten sind das die dünnen Balken (Bandbreite 31 Hz). Links im Feld laufen die Aktivitäten. Möchte ich eine Station arbeiten, dann dort auf den Text klicken oder unten auf einen Balken. Nun benötigt man ein wenig Geschick. Im Text der Station erscheint

    das Callsign meist mehrfach. Mit der linken Maustaste im gelben Feld auf das Callsign klicken und schon steht es oben im QSO-Feld. Dann auf den Namen klicken und zuletzt auf das QTH- es steht nun alles wichtige drin – die Zeit, die genaue Frequenz und auch die wichtigen Daten der Station wie Name oder QTH. Neben dem QTH-Feld links kann das QSO gespeichert werden. Es wird dann in das Logbuch übertragen.

    Das Logbuch kann man natürlich zu jeder Zeit einsehen und in verschiedenen Formen z.B. ADIF exportieren.

    DAS QSO – MAKROS

    Unten auf der Leiste wird nun das QSO und geführt und auch vorbereitet.  Zum Aussenden verwendet man die linke Maustaste zum Programmieren die rechte. Drückt man die rechte Maustaste, geht ein weiteres Fenster auf.

    Das erste „grüne“ Fenster hat den Namen CQ. Rechts ist eine kleine Tabelle mit Befehlen, die das Programm dann ausführt. Vor allem muss es die PTT betätigen.

    Oben steht der Befehl TX. Mit dem kleinen grünen Pfeil in der Mitte holt man ihn in das QSO-Feld. Um die Aussendung zu beenden, benötigt man den Befehl RX.

    Der TRX beendet seine Aussendung. In der Mitte steht dan der auszusendende Text CQ CQ CQ de MYCALL MYCALL MYCALL PSE K. Alle relevanten Sendebefehle stehen in eckigen Klammen. MYCALL – also mein Rufzeichen-musste ich am Anfang der Installation mal eingeben auch meinen Loactor und das QSO…. auch den Namen des QSO-Partners.

    Das holt sich das Programm mit den Befehlen wieder.

    Den zweiten grünen Button habe ich mal „Anruf“ genannt. Den Namen kann man ganz unten ändern.  In TX und RX ist eingebettet: CALL CALL DE MYCALL MYCALL pse kn.

    Das Call des anderen Partners muss aber im QSO-Feld ganz oben eingetragen sein.

    Zur Erinnerung mit der linken Maustaste auf das Callsign des Partners klicken.

    Den dritten Button habe ich mal „lang“ genannt. Darin gebe ich einiges über mich preis. Z.B. mein QTH oder mein Radio und was ich für den QSL-Austausch anbiete. Kann man individuell anpassen.

    Wie hast du das verstanden?, steht ganz unten und BTU Back to you- AKÜFI lässt grüßen.  Möchte der Teilnehmer eher ein kurzes QSO, habe ich auf den 4. Button eins gelegt mit nur 599 Name und 73. Vielleicht sollte man die vielen Buttons auch noch für deutsche QSO’s nutzen.

    Natürlich wird das QSO mit einem ordentlichen Ende abgeschlossen. Da darf man auch mal eine frohe Weihnacht wünschen. Ich kann auch während des QSO’s noch einen Text reinschreiben. Wenn die Aussendung dann stehenbleibt, einfach einmal linke Maustaste.

    Noch etwas zum Schluss- the Piper to the end- wenn irgendein Fehler irgendwo steckt, geht der TRX auf Sendung, er hört aber nicht mehr auf zu Senden. Dann gibt es ganz unten rechts einen Notschalter T/R – Transmit/ Receive. Beim Verlassen des Programms muss man zwei mal bestätigen (weil man manchmal vergisst das QSO zu speichern).

    Ich würde mich freuen, wenn man mir sagt, ob es verständlich war oder vielleicht auch interessant. 73 de Frank DM5KK