Technik

  • Aufzeichnungen EZNEC-Workshop

    Zu den stattgefundenen EZNEC-Workshops gibt es hier Links zu den Aufzeichnungen:

    #Video mit PräsentationVideo zum Download
    1https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1695746545514https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1695746545514/video.mp4
    2https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1697560843508https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1697560843508/video.mp4
    3https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1699379091870https://treff.darc.de/playback/presentation/2.3/af1f6314849e48b87dd711f02c8d26bc0f44a7cc-1699379091870/video.mp4

    Zu empfehlen ist „Video mit Präsentation“, da dort die Präsentation enthalten ist und man sich durch die einzelnen Seiten durchklicken kann. Bei „Video zum Download“ fehlt die Präsentation leider (dieser Fehler ist in zukünftigen Workshops möglicherweise behoben), die Bildschirmfreigaben sind aber enthalten. Sinnvoll für OMs bei denen die Internetanbindung für „Video mit Präsentation“ nicht ausreicht.

  • Gerade kann jeder

    Der visionäre österreichische Architekt Friedensreich Hundertwasser sagte einst:
    „Die gerade Linie ist die einzige unschöpferische Linie. Die einzige Linie, die dem Menschen als Ebenbild Gottes nicht entspricht. Die gerade Linie ist ein wahres Werkzeug des Teufels. Wer sich ihrer bedient, hilft mit am Untergang der Menschheit.“
    Wenn eine gerade Linie den Untergang der Menschheit bedeutet, ist eine gerade Antenne mindestens der Untergang des Amateurfunks. Das wollen wir nicht und zum Glück gibt es einen Ausweg: die Landstorfer-Groundplane. In den 1980igern hat Prof. Landstorfer herausgefunden, dass sich die optimale Stromverteilung auf einem Monopol dann einstellt, wenn er ziemlich wild gebogen ist. Dank EZNEC & Co. kann man das auch als Amateur nachvollziehen.
    Das Bild zeigt die Form der Vertikalantenne.

    EZNEC-Modell einer Landstorfer-Groudplane

    Diese Antenne wurde im Freiraum berechnet und das Ergebnis mit einem üblichen lambda/4-Strahler (im Diagramm primary) verglichen.

    Antennendiagramm der Landstorfer-Groundplane im Vergleich zur normalen lambda/4-GP

    Die Landstorfer-Groundplane hat ca. 3dB mehr Gain als die Standard-Groundplane.

  • Veranstaltungshinweise zentralgespeiste Reflektorantennen und KiCad-Workshop

    Hallo,

    Michael DL1JHR wird uns auf treff.darc.de zeigen wie man zentralgespeiste Reflektorantennen mit Ticra Grasp (kostenlose Studentenversion verfügbar) simuliert.

    Details gibts unter https://www.ovs48.de/event/workshop-berechnung-zentralgespeister-reflektorantennen/

    Des weiteren wird uns Michael DC4MK in einem Vor-Ort-Workshop bei DH1DF zeigen wie man KiCad benutzt und damit Dateien für die Leiterplattenherstellung generiert.

    Details gibts unter https://www.ovs48.de/event/kicad-workshop/

  • Veranstaltungshinweis QO100-Feeds

    Hallo,

    Michael DL1JHR wird uns über die Auswirkungen der Montage eines 2,4GHz-Feeds neben einem 10GHz-Feeds für QO100 aufklären.

    Details gibts unter https://www.ovs48.de/event/workshop-qo100-feed-fuer-up-und-downlink-nebeneinander/

  • Einfache Sporadic-E-Alarmierung

    Sporadic-E ermöglicht selbst mit einfacher Ausrüstung Verbindungen im 2m-Band mit Entfernungen von 1000km und mehr. Sproradic-E tritt meist in den Monaten Juni bis September auf. Eine Vorhersage von Tag und Zeit ist aber nicht möglich. Viele Bandöffnungen werden deshalb verpasst. Mit Hilfe von HamAlert kann man sich aber selbst eine Alarmierung basteln. Zunächst sucht man sich bei PSK-Reporter eine nahegelegene Station, die permanent FT8 im 2m-Band monitort. In meinem Fall ist das der OpenWebRx von DH1DF.

    Neben den „üblichen“ Stationen aus DL, SP und OK hat DH1DF am 15. Juni 2023 auch Stationen aus Süditalien und Spanien empfangen

    Dann holt man sich ein Login bei HamAlert. Dort konfiguriert man einen Trigger mit DH1DF als Spotter, 2m als Band und allen DXCC-Ländern außer DL und unmittelbare Nachbarn.

    Konfiguration für einen Sporadic-E Trigger

    Zum Schluss installiert man dann noch die HamAlert-App auf Mobiltelefon oder Tablet und schon wird man informiert, wenn DH1DF eine Dx-Station empfängt.

    Das ganze geht natürlich auch mit anderen Bändern, z.B. 6m oder für die letzten fehlenden DXCC-Länder auf Kurzwelle. Man muss aber einen passenden Spotter finden. SOTA und Co. wird auch unterstützt.

    https://pskreporter.info/pskmap.html

    https://hamalert.org/

  • Codec2 und Lora mit dem TTGO

    Für die digitale Übertragung von Sprache dominieren im Amateurfunk patentgeschützte kommerzielle Verfahren. Zunehmend wird aber auch mit quell-offener Soft- und Hardware experimentiert.

    Für die digitale Übertragung von Sprache muss diese in einen Datenstrom gewandelt werden und der wird dann übertragen. Die Digitalisierung der Sprache übernimmt ein Vocoder oder Codec. Kommerziell macht das z.B. ein AMBE-Chip. Für den Amateurfunk wurde der quell-offene Codec2 entwickelt.

    Für die Modulation des Datenstroms auf ein HF-Signal wird ein Modem benötigt. Diese Modems sind üblicherweise in Bezug auf Datenrate, Robustheit (Fehlerkorrektur) usw. für die Übertragung digitalisierter Sprache optimiert. Prinzipiell eignet sich aber jedes Modem mit einer Datenrate größer als der genutzte Codec-Mode.

    Das ESP32 Lora APRS Modem von SH123 funktioniert auf dem TTGO Lora und ähnlicher Hardware. Dank seiner KISS-Schnittstelle kann es mit jeder Software kommunizieren, die auch KISS unterstützt. Weiterhin hat SH123 die Android-App Codec2_Talkie veröffentlicht. Die App bietet eine breite Auswahl für die Verbindung mit einem Transceiver einschließlich KISS.

    Man muss sich für einen geeigneten Codec2-Mode entscheiden. Mit der Loopback-Funktion der App kann man sich selbst zurückhören und sein persönliches Optimum zwischen Sprachqualität und Datenrate finden. Natürlich müssen am Ende auf allen Geräten der gleiche Codec2-Mode und die gleichen Lora-Parameter eingestellt werden, sonst gibt es keine Verbindung.

    Das Lora-Board wird mit Hilfe des Visual Studio Code (VSC) programmiert. In der config.h nimmt man die Konfiguration aller Schnittstellen vor. Sehr zu empfehlen ist die Aktivierung von Bluetooth und der CFG_KISS_EXTENSIONS (auf dem Board und in der App). Man kann dadurch das Modem bequem per Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbinden und die Lora-Parameter des Boards ändern, ohne jedes Mal das Board neu flashen zu müssen.

    Wer will kann sich ein Board bauen, das einen Lora-Chip mit mehr Leistung verwendet oder das Lora-KISS-Modem durch ein AX25-KISS-Modem ersetzen.

    Das Modem:

    https://github.com/sh123/esp32_loraprs

    Die App:

    https://github.com/sh123/codec2_talkie

  • Hamnetzugang übers Internet

    Wer gern das Hamnet nutzen möchte, aber keinen Zugang in seiner Funkreichweite hat, kann einen Zugang übers Internet nutzen. Das ganze funktioniert über ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN), dem gleichen Prinzip mit dem sich Mitarbeiter im Homeoffice in ihr Firmennetzwerk einwählen.
    Die Zugangsdaten erhält man unter:
    https://vpn.hc.r1.ampr.org/w/de/
    Dort meldet man sich mit seinem DARC-Login an und erhält dann die Zugangsdaten fürs Hamnet. Ebenfalls gibt es dort eine gut verständliche deutsche Anleitung, wie man seinen PC fürs Hamnet einrichtet.
    Ist der Zugang eingerichtet reicht ein Mausklick und man ist im Hamnet. Der PC erkennt an der Adresse selbstständig, ob das Ziel im Internet oder im Hamnet liegt und baut die richtige Verbindung auf. Hamnet sieht aus wie Internet, ist aber Amateurfunk und deshalb unverschlüsselt. Die Adressen beginnen mit http und nicht mit https. Die Browser warnen euch deshalb vor einer unsicheren Seite. Aber ihr wisst ja selbst, dass ihr Amateurfunk macht und nicht online-Banking.

    Hier noch einige Hamnet-Links für den Einstieg.
    Die Seite der RWTH Aachen mit vielen Informationen zu Hamnet, Dapnet, APRS, Suchmaschine und Karten:
    http://db0sda.ampr.org
    http://search.db0sda.ampr.org
    http://karten.db0sda.ampr.org
    Packet-Radio-Mailbox, DX-Cluster, APRS, Satellitenvorhersage:
    http://db0erf.ampr.org/
    Hamnet und Live-ATV:
    http://db0kwe.ampr.org
    http://db0ko.ampr.org

    Hamnet betreiben Funkamateure in ihrer Freizeit. Da kann ein Link oder Dienst auch mal nicht funktionieren.
    Viel Spaß beim Surfen! Bei Fragen oder Problemen oder auch für Erfolgsmeldungen gibt es jeden Dienstag ab 19Uhr ME(S)Z eine lockere Technikrunde auf DB0SBB.

  • DAPNET mit dem TTGO-Lora

    DAPNET ist eine für den Amateurfunk optimierte Version des Pager-Systems POCSAG. Als Empfänger wurden zunächst umgebaute Skyper verwendet. Inzwischen kann man in China auch für den Amateurfunk gebaute Pager kaufen. ON6RF hat einen Sketch für das ESP32 Lora Board geschrieben. Man muss lediglich in zwei Konfigurationsdateien die PINs des Boards bzw. Rufzeichen, Frequenz und gewünschte Rubriken eintragen. Wichtig ist noch der Frequenzoffset. Die Lora-Boards liegen oft ein paar kHz daneben. Für die breiten Lora-Signale ist das kein Problem. Bei FSK-Signalen sollte die Frequenz aber auf etwa 1kHz genau sein, sonst leidet der Empfang. Nach dem Konfigurieren muss man nur noch den Sketch mit der Arduino IDE aufs Board laden.

    Alles übers DAPNET:

    https://www.hampager.de

    Die Pager-Software auf Github:

    https://github.com/ManoDaSilva/ESP32-Pocsag-Pager

    Die Radiolib-Bibliotheken für Pager:

    https://github.com/jgromes/RadioLib/tree/master/examples/Pager

  • Lora-APRS mit dem TTGO und APRSdroid

    Es gibt inzwischen ein recht dichtes Netz an Lora-APRS-iGates. Für Tracker werden hauptsächliche T-Beams oder M5-Cubes mit integrieren GPS-Chips genutzt. Manche OMs bauen sich selbst Boards aus einzelnen Modulen. Man kann aber auch das GPS des Mobiltelefons nutzen. Diese haben meist einen deutlich besseren GPS-Empfang.

    Die Android-App APRSdroid bietet zusätzlich zur Tracker-Funktionalität die Möglichkeit über APRS Textnachrichten an andere APRS-Nutzer zu schicken oder kurze E-Mails zu versenden. APRSdroid arbeitet mit allen Modems oder TNCs zusammen, die das KISS-Protokoll unterstützen. Für ESP32-Boards hat SH123 ein passendes Modem auf Github zur Verfügung gestellt. In der config.h muss man die PINs für die Verbindung von ESP32 und dem Lora-Chip setzen, sowie die Frequenz und Lora-Parameter eintragen. In Deutschland werden fast überall iGates mit der Software von OE5BPA verwendet. Damit das Lora-APRS-Modem dazu kompatibel ist, müssen noch die Werte CFG_TEXT_PACKETS und CFG_TEXT_PACKETS_3 auf true gesetzt werden. Dann kann man die Software mit Visual Studio Code (VSC) aufs Board laden. Ein Display wird nicht unterstützt, aber man hat ja das Mobiltelefon.

    In der APRSdroid-App trägt man Rufzeichen und SSID ein. Am bequemsten ist es, wenn man das ESP-Lora-Board und das Mobiltelefon per Bluetooths verbindet. Als TNC muss Plaintext TNC2 ausgewählt werden. Jetzt kann man entweder eine einzelne Position senden oder permanentes Tracking starten und die anderen Funktionen erkunden.

    Das Lora-APRS-Modem auf Github:

    https://github.com/sh123/esp32_loraprs

    Die App APRSdroid:

    https://aprsdroid.org/

  • Ferngesteuertes OV-Telefon

    Hier ein Beitrag von Michael DL1JHR

    Ich hatte mir schon länger ein OV-Telefon gewünscht, das ich über das Internet benutzen kann. Moderne Transceiver bieten so etwas an. Leider besitze ich keinen und als OV-Telefon wäre das auch etwas teuer. Die Module DRA818 oder SA818 sind vollwertige Transceiver und können über eine serielle Schnittstelle konfiguriert werden.

    Für die Sprachübertragung gibt es zahlreiche Voice over IP (VOIP) Programme. Einen PC wollte ich nicht permanent laufen lassen. Deshalb habe ich mich für einen Raspberry Pi und Mumble entschieden. Mumble ist quell-offen und sparsam mit den Ressourcen. Der Mumble-Server Murmur läuft problemlos auf dem Raspi und sehr leicht zu installieren. Mumble-Clients gibt es für Windows, Linux, Android…

    Alte Handfunkgeräte oder die 818-Module haben keine VOX. Eine NF-VOX könnte man leicht bauen. Ich wollte aber eine PTT-Steuerung, zumal der Raspi ja genug Schnittstellen hat. Mumble zeigt zwar an, dass jemand spricht, gibt aber diese Information nicht auf einer Schnittstelle aus. Zum Selbstprogrammieren fehlen mir die Kenntnisse. Das Programm talkkonnect ist ein für den Raspi erstellter Mumble-Client mit beliebig vielen Zusatzfunktionen, u.a. einer PPT-Steuerung. Es gibt ein fertiges, allerdings recht spartanisches Image. Ich habe deshalb auf einer Standard-Installation mit GUI talkkonnect nachinstalliert. Mit Hilfe des vom Autor bereitgestellten Installationsskriptes lief das problemlos. Wegen der zahleichen Zusatzfunktionen von talkkonnect ist die Konfigurationsdatei recht groß. Ich habe das meiste einfach ausgeschaltet. Da sich die 818-Module über ein einfaches serielles Terminal konfigurieren lassen, ist das gleich in talkkonnect implementiert.

    Der Mumble-Client talkkonnect läuft auf dem gleichen Raspi wie der Mumble-Server Murmur. Ich nutze einen Raspberry 3B+.

    Für das TRx-Modul habe ich die Standard-Applikationsschaltung verwendet und nur einen Tiefpass ergänzt. Die Leistung ist fest auf low power eingestellt. Das Modul hat keinen Kühlkörper. Für Datenübertragung wäre high power vermutlich o.k. Bei Dauerstrich-FM könnte es aber heiß werden. Außerdem habe ich Sichtverbindung zum OV-Repeater. Da sind 400mW völlig ausreichend. Eine NF-Schaltung gibt es nicht. Der Raspi braucht sowieso eine USB-Soundkarte mit der man dann auch die Pegel einstellen kann. Die ganze Schaltung steht auf dem Dachboden. Dort braucht sie weder Mikrofon noch Lautsprecher.

    Talkkonnect arbeitet zuverlässig. Sicherheitshalber habe ich trotzdem in der Software eine 3min-Quasselsperre aktiviert und ich kann auch alles über eine ferngesteuerte Steckdose ausschalten.

    Ich nutze das OV-Telefon hauptsächlich über Windows-PCs im Homeoffice und im Shack (LAN) oder das Mobiltelefon im Wohnzimmer (WLAN). Mein Heimnetz hat ein VPN. Von außerhalb verbinde ich mich erst mit dem VPN und nutze dann den Mumble-Client wie zuhause.

    Mumble ist für eine geringe Latenz optimiert, aber die Latenz ist trotzdem hörbar. Für Conteste oder full-bk CW ist das eher nichts. Für Standard-QSOs auf dem Ortskanal reicht die Latenz aber völlig aus.

    Wer mit VOX arbeitet oder einen fernsteuerbaren Transceiver besitzt kann auf talkkonnect verzichten und installiert den Standardclient von Mumble. Das ist dann noch einfacher.

    Die talkkonnect-Software auf Github:

    https://github.com/talkkonnect/talkkonnect

    Installation von Murmur auf dem Raspberry Pi:

    https://www.einplatinencomputer.com/mumble-server-installieren/

    Mumble-Client für Windows:

    https://www.mumble.info/downloads/

    Mumble-Client Plumble für Android

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.morlunk.mumbleclient