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Post droht mit Zustellunsverweigerung

Da wir ja als Funkamateure öfter Briefe ins Ausland verschicken und auch bekommen, ist der erneute Vorstoß der Post gegen ihre eigenen Kunden für uns interessant.

Der Vorstand der Post fordert nun, dass man alle Namen der Familienmitglieder auf dem Hausbriefkasten anbringt. Sonst droht man damit, die Post nicht zuzustellen bzw. zurückzuschicken.

Nach Anfrage schreibt die Post: „Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Regelung, die Sie verpflichten würde, Ihren Briefkasten zu beschriften.

(Mein Briefkasten ist seit 25 Jahren mit dem vollständigen Namen Frank Hunger gut sichtbar beschriftet.)

Allerdings liefern unsere Zusteller nur dann Sendungen über den unbeschrifteten Briefkasten aus, wenn sie zweifelsfrei wissen, welcher Empfänger diesen nutzt. Ist das nicht der Fall, versuchen sie zunächst, die Sendungen persönlich an den Empfänger zu übergeben. Erst wenn auch das nicht möglich ist, werden sie als unzustellbar an den Absender zurückgegeben. „

Begründet wird das mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Brief National.

Das ist für mich noch einleuchtend, aber dass nun noch alle Namen auf dem Hausbriefkasten stehen sollen mit der Drohung, Briefe sonst nicht mehr zuzustellen ( man stelle sich mal eine 7-köpfige Familie vor), halte ich schlichtweg für eine Unverschämtheit, mit der sich die Regierung der BRD beschäftigen sollte.

Aber, die machen Ernst, ich habe auf einige Briefen an meine Frau schon bedrohliche Handvermerke gelesen.

Also liebe Funkamateure, überlegt, wie ihr das umsetzten könnt, ohne dass die Post zurückgeht.

Ich habe denen trotzdem mit einer Klage gedroht und nachgefragt, wie viele Bürger der BRD diese Forderung wohl gut finden werden.

Ich frage mich auch ernsthaft, wie ein Vorstandsmitglied der Post glauben kann, durch Kundenbedrohung die Geschäftsbilanzen zu verbessern. Ich kenn da niemanden, der das geschafft hat.

Na dann Prost, liebe Post DM5KK

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